Projekte für SchülerInnen / StudentInnen / BerufsschülerInnen von www.wasser27.de / Intention

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Wir achten auf das Wasser in unserer Region Delmenhorst / Ganderkesee / Hude / Harpstedt / Lemwerder und anderen Regionen Deutschlands.
Daher der Name der Internetseite                                              www.wasser-ist-ein-kostbares-gut.de
Schneller aufrufbar ist die Internetseite auch mit dem Link           www.Wasser27.de                 .
Die 27 hinter Wasser steht für unsere Region als Postleitzahl (der Gemeinde Ganderkesee & Stadt Delmenhorst & Gemeinde Lemwerder & Gemeinde Harpstedt,...)
Die Organisation www.wasser-ist-ein-kostbares-gut.de ist ein soziales Gebilde aus Lehrenden und Lernenden die in einem arbeitsteiligen, planvollen Zusammenspiel über die Lernplattform miteinander agieren.
Lerne die Welt auf regionaler Ebene zu verändern und Nachhaltigkeitsziele zu verwirklichen !
Erkennen        -         Bewerten          -                Handeln
Gewässerschutz ist Klimaschutz wir alle sind hierfür verantwortlich!
Patenberichte über ein Dein Gewässer oder Projekt bitte an 
folgende mail Adresse:
e-mail:wasser.kostbaresgut@web.de

Gewässerpate werden in allen Regionen Deutschlands

Seit dem 1.12.2021 können nun auch SchülerInnen & StudentInnen & AuszubildInnen
aus allen Regionen Deutschlands Pate eines Gewässers werden.
Schreibe einen kleinen Bericht über Dein Gewässer vor Ort.
Der Bericht wird kostenlos auf der Internetseite
für SchülerInnen & StudentInnen & AuszubildInnen veröffentlicht.
Schütze Dein Gewässer aus Deiner Region vor Ort.
Engagiere Dich für den Klimaschutz vor Ort
und werde Pate Deines Gewässers in Deiner Region.
Deine Berichte werden unter www.wasser-ist-ein-kostbares-gut.de veröffentlicht

Unsere Themen

 
Du kannst Pate werden für
1.    Seen in Deutschland
2.    Moorgebiete in Deutschland
3.    Fließgewässer 1. Ordnung  in Deutschland
4.    Fließgewässer 2. Ordnung in Deutschland
5.    Fließgewässer 3. Ordnung in Deutschland
Neu seit 1.1.2022:
Engagiere Dich bei der Entwickung eines Klimalehrpfades, Geschichtslehrpfades und Sportlehrpfades an der Eisenbahntrasse von Lemwerder bis zur Stadt Delmenhorst(Große Höhe))und bis an  die Delme bei Holzkamp (Gemeinde Ganderkesee). Die Strecke ist an das Weserradnetz und an das Radnetz des Landkreises Oldenburg / Wildeshausen / der Stadt Delmenhorst angeschlossen. Die Eisenbahnlinie Jan Harpstedt soll in das Projekt mit einbezogen werden.
Bei der Eisenbahnlinie Jan Harpstedt geht es um das noch bestehende Streckennetz von Delmenhorst Süd bis zur Kaserne in Adelheide.

Vielen Dank für Dein Interesse

seit dem 30. Dezember 2020 gibt es dieses regionale Internetportal zum Thema Wasser ist ein kostbares Gut,
                 
für SchülerInnen und StudentInnen der Gemeinde Ganderkesee & Stadt Delmenhorst.
Seit dem 1.12.2021 nun auch für SchülerInnen & StudentInnen & AuszubildInnen aus allen Regionen Deutschlands.


Mit Deinem 1. veröffentlichten Beitrag im Portal bist Du automatisch Mitglied und symbolischer Pate eines Gewässers
Deiner Wahl in der Gemeinde Ganderkesee, der Stadt Delmenhorst oder in anderen Regionen Deutschlands.
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Du erhältst ein Passwort zu Deiner e-mail Adresse.
Allerdings erst, wenn Du einen Bericht veröffentlichst.
Deine e-mail Adresse und Dein Passwort sind die Grundlage des weiteren Arbeitens mit unserer homepage.
Gerne können Dir Deine Eltern, Großeltern oder Lehrer bei der Recherche behilflich sein. Die SchülerInnen & StudenInnen tragen aber die Verantwortung für den Bericht auf der Seite. Bitte keine Texte kopieren - sondern selbst formulieren.
Jeder Beitrag bekommt eine Projektbezeichnung ( z.B.Dummbäke 1, Delme 1 oder Welse 3,Randgraben 2, Elbe 1, Mosel, Rhein 1,…) und wird anonym veröffentlicht.
Um diese Internetseite zur Veröffentlichung zu nutzen entstehen Dir keine weiteren Kosten.

Du trägst die Verantwortung für die Veröffentlichung des Beitrags und übernimmst eine Patenschaft für Dein Gewässer in der näheren Umgebung über einen längeren Zeitraum.

Ziel ist es, Dein ausgesuchtes Gewässer zu schützen und die Wasserqualität zu verbessern

Verantwortlicher für dieses Projekt ist
GHR Lehrer Tim Schmidt

erwerbe eine Patenschaft

mitmachen können alle SchülerInnen & StudenInnen & AuzubildInnen aus allen Regionen Deutschlands. Eine mögliche Patenschaft für einen Gewässerabschnitt begleitet Dich von der Einschulung bis zum Studium oder Berufs - Abschluss.
Bei Interesse schreib uns gerne eine Mail.

Parameter für die Gewässerbewertung

Im Bericht sind die Anfoderungen für einen guten ökologischen Zustand von Fließgewässern.

Das höchste ökologische Potenzial: Werte der allgemeinen physikalisch-chemischen Komponenten der Fließgewässertypen.

Anforderungen an Abwasserleitungen, CSB Wert

Beim CSB-Wert (Chemischer Sauerstoffbedarf)  wird gemessen, wie viel Sauerstoff die chemischen Reinigungsprozesse im Abwasser verbrauchen. Je höher der Wert, desto schlechter wird das Wasser geklärt in Kläranlagen.

Wassertemperatur

Die Wassertemperatur beeinflusst nahezu alle physikalischen, chemischen und biologischen Vorgänge im Gewässer. Ihre Bestimmung ist deshalb zur Interpretation der übrigen Gewässergüteparameter unerlässlich. Alle im Wasser lebenden Organismen sind an einen bestimmten Temperaturbereich angepasst und besitzen eine Vorzugstemperatur. Sie können Schwankungen und insbesondere Erwärmung nur bis zu gewissen Graden vertragen. Als Maximaltemperatur gelten z.B. 27°C für Bachforellen und 37,7°C für Karpfen.

Innerhalb des in unseren Gewässern relevanten Temperaturbereiches zwischen 0°C und 25°C bewirkt ein Anstieg der Wassertemperatur im Allgemeinen:
•    Oberhalb von 4°C eine Abnahme der Dichte und der Viskosität (erhöhte Wassertemperaturen begünstigen die Sedimentation partikulärer Substanzen)
•    Eine Erhöhung der Gasaustauschgeschwindigkeit zwischen Wasser und Atmosphäre
•    Eine Abnahme der Löslichkeit von Gasen in Wasser. Dies ist insbesondere für die Sauerstoffkonzentration von Bedeutung, gilt aber auch für Kohlenstoffdioxid, Ammoniak, Stickstoff und andere Gase.
•    Eine Zunahme des freien, fischgiftigen Ammoniaks gegenüber dem gebundenen Ammonium
•    Eine Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit chemischer Prozesse
•    Eine Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeiten aerober und anaerober biochemischer Prozesse (z.B. Kohlenstoffabbau und Nitrifikation)
•    Eine Zunahme der Aktivität und damit des Stoffumsatzes der Wasserorganismen
•    Eine Erhöhung der Wachstumsgeschwindigkeit der aquatischen Organismen.

Quellen:
(1) Stadtententwässerung   und Umweltanalytik Nürnberg
(2) Stadt Hamburg, „Eisen und Gewässer“
(3) Trinkwasserverordnung: Wasser Qualität

ph-Wert

Der pH-Wert dient zur Kennzeichnung des neutralen, sauren oder basischen Verhaltens einer Lösung. In reinem Wasser oder in neutralen Lösungen ist der pH-Wert = 7. Kleinere pH-Werte kennzeichnen einen sauren und größere einen basischen Charakter wässriger Lösungen. Die Skala der pH-Werte reicht von 0 – 14.

Durch den Einfluss von Kohlensäure, Huminstoffen und Wasserzutritten aus dem Untergrund weicht der pH-Wert natürlicher Wässer vom Neutralwert 7 ab. Außerdem wird der pH-Wert durch die Temperatur und durch Salze beeinflusst. Darüber hinaus tragen Abwassereinleitungen und mikrobielle und pflanzliche Umsetzungen von Abwasserinhaltsstoffen sowie der saure Regen zur Verschiebung des pH-Wertes natürlicher Wässer bei. Der pH-Wert natürlicher Gewässer schwankt üblicherweise zwischen 6,5 und 8,5.

Bei pH-Werten unter 5,5 werden Kleinlebewesen größtenteils geschädigt oder getötet. Bei Fischen führen zu niedrige oder zu hohe pH-Werte zur Säure- bzw. zur Laugenkrankheit. Als Grenzwerte, die tödlich für alle einheimischen Fischarten sind, gelten Werte < 4 und > 10,8.

Länger anhaltende Überschreitungen der erwähnten Werte führen ebenso wie kurzzeitige starke Schwankungen zur Hemmung von Stoffwechselvorgängen, zu Artenminderung bei tierischen und pflanzlichen Organismen oder zur Minderung der Selbstreinigung.
Quellen:
(1) Stadtententwässerung   und Umweltanalytik Nürnberg
(2) Stadt Hamburg, „Eisen und Gewässer“
(3) Trinkwasserverordnung: Wasser Qualität

 

Elektrische Leitfähigkeit

Durch die Bestimmung der elektrischen Leitfähigkeit (= Kehrwert des elektrischen Widerstandes) bei 25°C, ausgedrückt in der Einheit Mikrosiemens pro cm (µS/cm) besteht die Möglichkeit, sehr schnell und mit geringem Aufwand eine Aussage über den Gesamtgehalt an gelösten Salzen (soweit sie als Ionen vorliegen) zu erhalten.

Die Quellen für die in Fließgewässern natürlicherweise vorhandenen Salze sowie für die anthropogene Salzbelastung sind:
•    Geogene Herkunft (Verwitterung)
•    Industrielle Einleitungen
•    Salzausscheidungen von Mensch und Tier
•    Streusalz im Winter
In erster Linie setzt sich die Salzbelastung der Fließgewässer zusammen aus:
•    Den Kationen: Natrium, Calcium, Magnesium, Kalium.
•    Den Anionen: Chlorid, Sulfat, Hydrogenkarbonat, Karbonat und Nitrat.

Quellen:
(1) Stadtententwässerung   und Umweltanalytik Nürnberg
(2) Stadt Hamburg, „Eisen und Gewässer“
(3) Trinkwasserverordnung: Wasser Qualität

Sauerstoffgehalt

Die im Gewässer festgestellte Konzentration an gelöstem Sauerstoff ist jeweils das Ergebnis sauerstoffzehrender und sauerstoffliefernder Vorgänge. Die Sauerstoffkonzentration ist ein von gewässerinternen wie -externen Vorgängen sehr leicht beeinflussbarer und daher unter Umständen sehr stark schwankender Wert. Den Gleichgewichtszustand stellt die druck- und temperaturabhängige Sättigung dar,
bei einer Wassertemperatur von z.B. 10 °C entspricht ein Sauerstoffgehalt von 10,92 mg/L einer Sättigung von 100%. Durch natürliche und anthropogene Einflüsse weichen die Sauerstoffkonzentrationen der Gewässer mehr oder weniger stark von diesem Gleichgewichtszustand ab. Turbulenz bewirkt wegen des hierbei erzeugten intensiven Grenzflächenaustausches zwischen Luft und Wasser stets eine Veränderung der Sauerstoffkonzentration in Richtung auf die Sättigung.

Durch die in den Gewässern lebenden Organismen, deren Ansprüche an die Sauerstoffkonzentration sehr unterschiedlich sind, finden neben sauerstoffzehrenden Stoffwechselprozessen auch sauerstoffliefernde Vorgänge bei der Photosynthese grüner Pflanzen statt. Insbesondere durch den aeroben Abbau von Kohlenstoffverbindungen, aber auch durch Nitrifikation von Ammonium wird Sauerstoff im Gewässer verbraucht. Geringe Sauerstoffkonzentrationen weisen auf Zehrungsvorgänge durch Stoffe hin, die entweder eingeleitet wurden oder im Gewässer selbst als „Sekundärbelastung“ (absterbende Wasserpflanzen und Algen) entstanden sind. Sauerstoffübersättigungen können in Gewässern auf natürliche Weise nur durch Photosynthese auftreten. Sie sind ein Hinweis auf eine mögliche Gefährdung durch Eutrophierungsvorgänge, weil nach Übersättigungsperioden in Abhängigkeit vom Abfluss und von den meteorologischen Randbedingungen häufig Zeiten mit verminderten Sauerstoffkonzentrationen auftreten.

Zur Beurteilung der Sauerstoffverhältnisse in einem Gewässer ist ein einzelner Stichprobenwert wegen der oben genannten Wechselwirkungen unzureichend. In Gewässern beobachtet man in Abhängigkeit von der Jahreszeit und der Planktondichte mehr oder weniger starke Schwankungen des Sauerstoffgehaltes im Tag-Nacht-Rhythmus. Wesentlich für eine Gewässerbeurteilung anhand der Sauerstoffdynamik ist die Ermittlung der täglichen Extremwerte.
Quellen:
(1) Stadtententwässerung   und Umweltanalytik Nürnberg
(2) Stadt Hamburg, „Eisen und Gewässer“
(3) Trinkwasserverordnung: Wasser Qualität

 

Trübung

Die Trübung des Wassers entsteht durch ungelöste, feindisperse Stoffe. Diese gelangen als eingeleitete oder abgeschwemmte Feststoffe in die Gewässer oder sie werden als Plankton innerhalb des Gewässers unter bestimmten Bedingungen gebildet.

Trübstoffe verändern die Lichtverhältnisse im Gewässer und haben damit einen Einfluss auf die Photosynthese und das Wachstum von Wasserpflanzen und von Plankton, besonders in sehr langsam fließenden Gewässern. Trübstoffe, besonders Plankton, können den Sauerstoffhaushalt eines Gewässers beeinflussen. Außerdem können sich Trübstoffe absetzen und den Lebensraum der Organismen am Gewässerboden beeinträchtigen.

Trübungsmessungen geben mit geringem Aufwand Hinweise auf spontane oder längerfristig eintretende Änderungen der Gewässerbeschaffenheit, sofern dabei ungelöste Stoffe eine Rolle spielen.

In erster Linie sind Erosion, Aufwirbelung, Austrag aus Kläranlagen, Regen- und Mischwasserentlastungen oder stoffliche Umsetzungen im Gewässer die Ursachen für eine Verstärkung der Trübung.

Quellen:
(1) Stadtententwässerung   und Umweltanalytik Nürnberg
(2) Stadt Hamburg, „Eisen und Gewässer“
(3) Trinkwasserverordnung: Wasser Qualität

Ammonium

Ammonium ist ein Kation, alle seine Verbindungen sind gut wasserlöslich. Ammonium wird beim biochemischen Abbau von eingeleiteten stickstoffhaltigen Substanzen (z.B. Proteine, Aminosäuren, Harnstoff), aber auch von natürlich entstandener Biomasse ständig freigesetzt und ist daher in Gewässern in der Regel in geringer Menge vorhanden.

Hohe Konzentrationen von Ammonium werden durch landwirtschaftliche, häusliche, kommunale und industrielle Abwässer verursacht. Auch aus der Atmosphäre wird über die Niederschläge Ammonium in die Oberflächengewässer eingetragen.

In der Regel wird Ammonium in Gewässern durch Mikroorganismen (Nitrifikanten) über das Nitrit zu Nitrat oxidiert, was für den Sauerstoffhaushalt eine spürbare Belastung bedeuten kann.

Ammonium steht zu dem toxischen Ammoniak in einem Dissoziationsverhältnis: bei steigendem pH-Wert (> 7) und steigender Temperatur verschiebt sich das Gleichgewicht zugunsten des stark fischtoxischen Ammoniaks. Bereits bei Ammoniakkonzentrationen von 0,01 mg/L kann mit Schäden bei Fischbrut und empfindlichen Fischarten gerechnet werden, tödliche Konzentrationen liegen in der Größenordnung von 0,2 mg/L für Fischbrut und 0,6 mg/L für Forellen.

In Fließgewässern können die Schwankungen der Ammoniumkonzentration durch Stoßbelastungen aus Kläranlagen und Mischwassereinleitungen beträchtlich sein (gering = 0,1 mg/L; sehr stark = 20 mg/L).
Quellen:
(1) Stadtententwässerung   und Umweltanalytik Nürnberg
(2) Stadt Hamburg, „Eisen und Gewässer“
(3) Trinkwasserverordnung: Wasser Qualität

Nitrat

Nitrat ist das Anion der Salpetersäure. Nitratverbindungen sind gut wasserlöslich. In den Fließgewässern ist Nitrat meist als natürliches Stoffwechselprodukt der Nitrifikation in mäßiger Konzentration vorhanden. Die Hauptquellen der Nitratbelastung sind im Allgemeinen die Auswaschung von Düngemitteln aus landwirtschaftlich genutzten Böden und die Kläranlagenabläufe. Auch über den Regen gelangt Nitrat in die Gewässer.

Nitrat ist neben dem Phosphor ein wichtiger Nährstoff für die Wasserpflanzen und in aller Regel so reichlich vorhanden, dass er bei der Eutrophierung der Gewässer (Algenblüten, Verkrautung) im Allgemeinen nicht als limitierender Faktor wirkt. Die Entnahmemenge des Nitrats durch die Pflanzen ist im Verhältnis zur Gesamtmenge des Wasserkörpers unerheblich. Eine signifikante Abnahme der Nitratkonzentration auf der Fließstrecke ist nur während der Vegetationszeit gegeben, woran meist Denitrifikationsprozesse auf der Sedimentoberfläche beteiligt sind. Kurzfristige Schwankungen werden von Stoßbelastungen aus Kläranlagen und durch Mischwassereinleitungen hervorgerufen. Nitrat ist selbst bei hohen Konzentrationen um 10 mg/L nicht schädlich für Wasserorganismen.

Quellen:
(1) Stadtententwässerung   und Umweltanalytik Nürnberg
(2) Stadt Hamburg, „Eisen und Gewässer“
(3) Trinkwasserverordnung: Wasser Qualität

Eisen

Eisengehalt beim Messen ist ein wichtiger Parameter
Ein zu hoher Eisengehalt im Wasser kann Fische, Pflanzen und Kleinlebewesen schädigen. Besonders wenn Teiche mit Wasser aus dem eigenen Brunnen befüllt werden, droht in manchen Gegenden ein zu hoher Eisengehalt im Teich. Mit dem Messen des Eisengehalts im Teich sollten daher alle Teichbesitzer vertraut sein.
Zu hoher Eisengehalt im Teich – welche Schäden drohen?
Eisen ist in Spuren für Tiere und Pflanzen essentiell (lebensnotwendig). Ein zu hoher Eisengehalt im Teich wird jedoch besonders bei hohen Konzentrationen von Eisenhydroxid zum Problem. Eisenhydroxid entsteht im Teich durch Oxidation von Eisen-(II)-Ionen zu Eisen-(III)-oxid, welches schließlich nach einer Hydration (Anlagerung von Wassermolekülen) als Eisenhydroxid ausfällt. Eisenhydroxid ist rotbraun und besitzt eine gelartige Struktur. Bei zu hohen Eisengehalten im Teich kann eine Schicht aus Eisenhydroxid Fische, Fischlaich, Kleinlebewesen und Pflanzen ersticken.
Vielfach bildet sich Eisenhydroxid in leicht saurem Wasser durch eine chemische Reaktion auch verstärkt an den leicht alkalischen Oberflächen von Fischkiemen und Laich. In den eisenhaltigen Belägen auf Kiemen und Fischlaich siedeln sich außerdem Eisenbakterien an, welche Kiemen und Laich zusätzlich schädigen.(1) Bei der Einleitung von Wasser mit zu hohem Eisengehalt wird dem Teich durch die stattfindenden Oxidationsprozesse Sauerstoff entzogen. Dies verstärkt die Wirkung der weitgehend sauerstoffundurchlässigen Schicht aus Eisenhydroxid.
Eisengehalt im Teich messen
Um optimales Pflanzenwachstum zu ermöglichen und gleichzeitig Lebewesen nicht zu schädigen, sollte im Teich ein Eisengehalt zwischen 0,3 mg/l und 0,5 mg/l gemessen werden. Da die Trinkwasserverordnung nur einen Eisengehalt von 0,2 mg/l gestattet(2), wird man beim Befüllen eines Teichs mit kommunalem Leitungswasser kaum einen zu hohen Eisengehalt im Teich messen. Oft ist dann sogar eine Eisendüngung erforderlich. Beim Befüllen mit Brunnenwasser wird dagegen häufiger ein erhöhter Eisengehalt im Teich gemessen. Messgeräte für den Eisengehalt im Teich sollten möglichst auch den Gesamteisengehalt (Eisen II und Eisen III) im Teich messen können. Als relativ ungenau gelten Teststreifen bzw. Indikatortests (ab ca. 12 Euro) zum Messen des Eisengehalts im Teich. Genauere Ergebnisse liefern photometrische Messgeräte. Diese werden ab ca. 50 Euro angeboten.
Zu hoher Eisengehalt im Teich gemessen? Welche Gegenmaßnahmen gibt es?
Wenn Eisen einmal im Teich ist, kann man es nur noch schwer entfernen. Ein teilweiser Wasseraustausch kann bei zu hohem Eisengehalt im Teich diesen zwar etwas reduzieren, das sedimentierte Eisenhydroxid wird so aber nur zu einem geringen Teile beseitigt. Viel wichtiger ist es, eisenhaltiges Wasser vor dem Einfüllen durch Enteisenungsanlagen von überschüssigem Eisen zu befreien. Diese Anlagen belüften eisenhaltiges Wasser und filtern ausgefällte Eisenverbindungen ab. Leistungsfähige Enteisenungsanlag Nürnbergen gibt es ab ca. 2.000 Euro.

Quellen:
(1) Stadtententwässerung   und Umweltanalytik Nürnberg
(2) Stadt Hamburg, „Eisen und Gewässer“
(3) Trinkwasserverordnung: Wasser Qualität

Mangan

Mangan (Mn) ist ein Metall und essentieller Mikronährstoff für alle Lebewesen. Es ist wie Eisen in fast allen Böden und Gesteinen vorhanden. In nennenswerten Mengen ist es auch in fossilem organischem Material wie Steinkohle, Braunkohle, Torf, etc. enthalten. Für den Indikatorparameter Mangan legt die TrinkwV (2013) einen Grenzwert von 0,05 mg/l fest. Manganablagerungen (als Mangandioxide) stören die Trinkwassergewinnung durch Verstopfung von Filtern, Trübung und Begünstigung der Verkeimung des Trinkwassers.
Je nach hydrochemischem Milieu bilden sich im Sediment aus Verwitterungsprozessen Mangansulfide, Manganoxide und Manganhydroxide. Im aeroben, sauerstoffhaltigen Grundwasser liegt Mangan als vierwertiges Mangan(IV) in schwerlöslichen Oxiden vor (Mangandioxid MnO2). Im anaeroben, sauerstofffreien Grundwasser kann eine bedeutende Freisetzung von löslichem zweiwertigem Mangan (Mn(II)) analog zu Eisen durch die Oxidation von Mangansulfiden durch Nitrat erfolgen (autotrophe Denitrifikation) (Kölle, 2010). Im Gegensatz zu Eisen ist jedoch keine weitere Oxidation durch Nitrat zu Mn(IV) unter Bildung schwerlöslicher Oxide möglich. Es bleibt daher nach seiner Mobilisierung unter anaeroben, sauerstofffreien Bedingungen mobil. Ein Wechsel von anaeroben zu aeroben Bedingungen, zum Beispiel durch Grundwasserabsenkungen, kann zu einer Oxidation von Mangan(II)sulfiden durch Luftsauerstoff und Fällung als Mangan(IV)dioxid führen (Kölle, 2010). Bei pH-Werten unter fünf erhöht sich die Löslichkeit zweiwertiger Manganverbindungen, so dass Mangan(II) auch bei Sauerstoffkonzentrationen um 10 mg/l in nennenswerten Konzentrationen im Grundwasser vorliegen kann (Kölle, 2010).
Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Umwelt Energie, Bauen und Klimaschutz

Mangan und Eisen / Auswirkungen für Fische im Wasser

In sauerstoffarmem und leicht saurem Wasser liegen Eisen und Mangan als gelöste Verbindungen vor, die wie auch die ausgefällten Salze an den Kiemen Schädigungen hervorrufen können. Was heißt das jedoch für die Praxis? Ich selbst habe immer mal wieder Probleme mit Metallen im Brunnenwasser erlebt: Meist findet man völlig unerklärliche Kiemenverschleimungen und -entzündungen, die durch die üblichen Behandlungen mit Salz, Peroxid oder Chloramin T nicht ausheilen. Misst man dann das Brunnenwasser, dann ergibt sich meist eine ganze Reihe von Metallnachweisen. Nicht nur Mangan ist je nach Region häufig, sondern auch Eisen, Chrom, Strontium und/oder Kupfer. Somit ist es meist nicht möglich, einem erhöhten Mangangehalt alleine die Schuld an Gesundheitsproblemen zuzuordnen. Mit Sicherheit kann ich jedoch sagen, dass ein erhöhter Mangangehalt dazu führt, dss sich ausgefällte Mangan-/Kalkverbindungen auf die Oberflächen des Biofilters abscheiden und dort den Abbau von Ammonium und Nitrit behindern. In Fällen von 0,22 mg/l Gesamtmangan zusammen mit Strontiuam (0,315 mg/l) und Eisen (0,032 mg/l)  kam es dauerhaft zu Kiemenproblemen

Quelle: Dr. Lechleiters fishcare
Mangan im Wasser - wie giftig ist das? Vom 29.07.2014

Stickstoff

Eine Überversorgung mit Stickstoff führt im Gewässer zu einer Steigerung der pflanzlichen Primärproduktion, zum Beispiel von Algen. Das wiederum kann zu erheblichem Sauerstoffmangel im Gewässer und zu lebensfeindlichen Bedingungen für Tiere und Pflanzen führen. Die Wirkung, die eine übermäßige Stickstoffzufuhr auf Oberflächengewässer hat, hängt jedoch auch von anderen wachstumsbegrenzenden Nährstoffen wie zum Beispiel Phosphor ab.

Quelle: Umwelbundesamt

Aktivitäten - Radtouren an der Delme und anderen Gewässern in Delmenhorst

Seit September 2021 werden
Radtouren an der Delme mit www.wasser-ist-ein-kostbares-gut.de angeboten

für SchülerInnen und StudentInnen

Treffpunkt Wassermühle Hasbergen
Anmeldungen unter wasser.kostbaresgut@web.de

Terminvereinbarung nach Absprache

Im Venedig des Nordens die Wasserstadt Delmenhorst

650 Jahre Stadtrechte in Delmenhorst.

Geführte Touren mit www.wasser-ist-ein-kostbares-gut.de

Am 15. Juni 1371 wurde Delmenhorst das Stadtrecht verliehen. Erste urkundliche Erwähnung ist das Jahr 1254. Verschiedene Wasserläufe führen durch die Stadt Delmenhorst mit zahlreichen Brücken und Wegen am Wasser. Vor über 800 Jahren begann die Stadtgeschichte mit der Wasserburg in der Stadt Delmenhorst mit den Graftanlagen. Die Delme, die Westdelme , die Kleine Delme, die Welse, Seen und Kanäle in der Stadt (der Hoyersgraben, der Ordemannsgraben , die Annenriede, die Stickgraser Bäke, die Heidkruger Bäke, der Deichhäuser Graben und der Sassengraben) sind etwas ganz besonderes für die Wasserstadt Delmenhorst mit ihren fast 200 Brücken. Die Organisation www.wasser-ist-ein-kostbares-gut.de bietet eine Radtour und Wanderung am Wasser an. Hierbei wird insbesondere auch auf die Wasserqualität geachtet.

 

Gewässerqualität der Delme Wassermühle in Hasbergen

SchülerInnen und StudenInnen nehmen zu Beginn der Radtour an der Wassermühle Hasbergen Wasserproben.
Die Wasserproben werden selbst mit Hilfe eines Wasseranalyse Premium set untersucht und analysiert oder beim Lafu Labor in Delmenhorst abgegeben.

 

Ist die Stadt Delmenhorst das Venedig des Nordens im Moor?

Berichte unter www.wasser-ist-ein-kostbares-gut.de

e-mail:wasser.kostbaresgut@web.de

Antwort:

Durch die Stadt Delmenhorst strömt nicht nur die Delme, Kleine Delme und Welse, sondern auch der Annengraben, Hoyersgraben, Sassengragreaben, zahlreiche kleine Bäche und Kanäle, die miteinander verbunden sind und durch die Innenstadt fließen. Im Osten und Nordosten wird die Stadt vom Gewässer Klosterbach / Varreler Bäke und der Ochtum (grenzt an Bremen) begrenzt. Im Westen von der Dummbäke (grenzt an den Landkreis Oldenburg),die dann in die (Welse) fließt. Es gab früher viele sumpfige Moorgebiete in der Stadt Delmenhorst. Südlich der Graftanlagen war die Burg der Stadt Delmenhorst durch sumpfiges Gebiet geschützt. In diesem Bereich ist heute die Delmetalsperre. 

Durch die Hasberger Wassermühle, erstmals erwähnt im Jahre 1450, neu aufgebaut im Jahre 1538 strömt die Delme. Sämtliches Wasser aus der Stadt Delmenhorst und Umgebung und des Umlandes fließt hier vorbei und gelangt von dort aus in die Ochtum, durch das Ochtumsperrwerk in die Weser und dann in die Nordsee.

Delmenhorst und Teile der Gemeinde Ganderkesee (insbesondere Heide 2) ist sehr stark von Hochwasser bedroht. Der Schutz der Delmetalsperre und vom Ochtumsperrwerk ist nicht ausreichend. Die Stadt Delmenhorst setzt zunehmend durch den Bau von unterirdischen Stauraumkanälen und eine verrohrte Kanalisation. Von hieraus strömt das Wasser bei Starkregen in die Flüsse und Bäche von Delmenhorst und lässt die Pegel schon bei Starkregenereignissen ab 30- 50 Liter pro Quadratmeter blitzschnell ansteigen. Die Strömungsstärke der Flüsse, Bäche und der Pegelanstieg verstärken hierdurch zunehmend die Gefahr von Überflutungen in der Stadt bei Starkregen. Hierbei kommt es auch zu Umweltverschmutzungen der Gewässer, da die Schmutzwasserkanalisation bei Starkregenereignissen überläuft und das Schmutzwasser nicht mehr im zentralen Klärwerk in Delmenhorst ankommt ( für Gemeinde Harpstedt, Gemeinde Ganderkesee und Stadt Delmenhors). Eine zunehmende Versiegelung der Flächen durch Neubaugebiete auf ehemaligen Überschwemmungsflächen ist ein anderes gravierendes Problem das die Stadt bisher nicht bereit ist zu lösen.

Die Gefahr einer Überschwemmung von Teilen der Stadt Delmenhorst und dem Ortsteil Heide der Gemeinde Ganderkesee ist besonders dann gegeben wenn das Ochtumsperrwerk aufgrund einer Sturmflut mit Nordwestwetterlage mehrere Tage geschlossen ist und das Wasser aus dem Bereich der Stadt Delmenhorst nicht mehr in die Weser abfließen kann. Ein schnelles Umdenken der verantwortlichen Wasserverbände, der Stadt Delmenhorst und der Gemeinde Ganderkesee muss stattfinden. Stauraumkanäle sind kontraproduktiv. Durch den Bau von Stauraumkanälen senkt sich einerseits der Grundwasserspiegel massiv ab, andererseits gelangt das Wasser sehr schnell in die Gräben und Flüsse bei Starkregenereignissen und lässt die Pegel in der Stadt Delmenhorst blitzschnell ansteigen. Stauraumkanäle fördern Starkregen, da dieses Wasser nicht im Grundwasser sondern im Wasserkreislauf landet und als Niederschlag wieder auf die Erde zurück kommt. Bei Starkregenerignissen helfen auch keine Stauraumkanäle. Wasser kann man nicht in Kanäle einbetonieren. Dieses sollten auch die hierfür verantwortlichen verstehen.

Weniger versiegelte Flächen, Baumalleen, keine verrohrten Gräben,........ Staufstufen in Kanälen (siehe Holland, Neuseeland,....) sind der einzige richtige Weg des natürlichen Gewässerschutzes und Hochwasserschutzes.

Autor des Artikels

Tim Schmidt Pate 001

Hauptverantwortlicher der Internetplattform Wasser ist ein kostbares Gut

 

Aktuelle Presseberichte

So können Schüler und Studenten aus Delmenhorst und Ganderkesee Gewässerpaten werden.

 

Weitere Presseberichte auch unter dem Punkt Informationen